Objectiv | Verständnis der gesprochenen Worten, Aussprache und Kultur |
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Zahl der Schüler | Beliebig |
Niveau | ab Mittelstufe |
Dauer der Übungen | ca. 2 Stunden |
Zusatzmaterial | Eine CD, bzw. MP3 mit dem gesungenen Lied |
Am Brunnen vor dem Tore
Wilhelm Müllers Gedicht erschien 1824. Mit den anderen 23 Gedichten aus Müllers Zyklus "Die Winterreise" vertonte es Franz Schubert 1827, ein Jahr vor seinem Tod.
Franz Schubert Wien, 1797 - 1828 |
1. |
Am Brunnen vor dem Tore, da steht ein Lindenbaum; ich träumt in seinem Schatten so manchen süßen Traum. Ich schnitt in seine Rinde so manches liebe Wort; es zog in Freud und Leide zu ihm mich immer fort. |
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2. |
Ich mußt auch heute wandern vorbei in tiefer Nacht, da hab ich noch im Dunkel die Augen zugemacht. Und seine Zweige rauschten, als riefen sie mir zu: Komm her zu mir, Geselle, hier findst du deine Ruh! |
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3. |
Die kalten Winde bliesen mir grad ins Angesicht; der Hut flog mir vom Kopfe, ich wendete mich nicht. Nun bin ich manche Stunde entfernt von jenem Ort, und immer hör ichs rauschen: Du fändest Ruhe dort! |
Ideen für Übungen
1. Erste Eindrücke und Globalverständnis.
Das Lied mehrmals hören lassen, ohne dass die Schüler den Text vor den Augen haben, damit sie sich die Melodie einprägen und einiges verstehen können. Danach werden Fragen über das Lied gestellt : Wo findet die Szene statt? Wer spricht? Was ist das Thema des Lieds? .....2. Worterklärung.
Unbekannte Wörter werden erklärt, eventuell auch übersetzt.3. Aussprache und Betonung.
Die Schüler hören das Lied noch einmal und versuchen die betonten Silben, zu markieren. Dann wird das Gedicht bewusst betont gelesen. Um sich den Rythmus einzuprägen, kann jeder Schüler, der Reihe nach, einen Vers oder mehrere auswendig lernen. Anschließend wird das Gedicht - oder nur eine Strophe - auswendig vorgesagt.4. Reimen.
Einige Endwörter fehlen. Die Schüler hören sich das Lied an und ergänzen die Verse.
Am Brunnen vor dem Tore,
da steht ein Lindenbaum;
ich träumt in seinem Schatten
so manchen süßen .............. .
Ich schnitt in seine Rinde
so manches liebe ............. ;
es zog in Freud und Leide
zu ihm mich immer fort,
Ich mußt auch heute wandern
vorbei in tiefer ..................... ,
da hab ich noch im Dunkel
die Augen zugemacht.
Und seine Zweige rauschten,
als riefen sie mir ......... :
Komm her zu mir, Geselle,
hier findst du deine ............... !
Die kalten Winde bliesen
mir grad ins Angesicht;
der Hut flog mir vom Kopfe,
ich wendete mich .......... .
Nun bin ich manche Stunde
entfernt von jenem Ort,
und immer hör ichs rauschen:
Du fändest Ruhe ............ !
da steht ein Lindenbaum;
ich träumt in seinem Schatten
so manchen süßen .............. .
Ich schnitt in seine Rinde
so manches liebe ............. ;
es zog in Freud und Leide
zu ihm mich immer fort,
Ich mußt auch heute wandern
vorbei in tiefer ..................... ,
da hab ich noch im Dunkel
die Augen zugemacht.
Und seine Zweige rauschten,
als riefen sie mir ......... :
Komm her zu mir, Geselle,
hier findst du deine ............... !
Die kalten Winde bliesen
mir grad ins Angesicht;
der Hut flog mir vom Kopfe,
ich wendete mich .......... .
Nun bin ich manche Stunde
entfernt von jenem Ort,
und immer hör ichs rauschen:
Du fändest Ruhe ............ !
5. Ein Gedicht selber schreiben.
In Zweier-Gruppen können die Schüler eine modernere Strophe verfassen.Beispiel : Am Kiosk, vor dem Bahnhof, ......
6. Grammatik : das Imperfekt.
Ergänzung der Tabelle
Infinitiv | Präsens | Imperfekt | Perfekt |
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schneiden | sie schneiden | sie schnitten | sie haben geschnitten |
träumen | ich träume | ich ________ | ich ________ |
rauschen | es ________ | es ________ | es hat gerauscht |
blasen | es ________ | es blies | es ________ |
finden | du findest | du ________ | du ________ |
________ | ich rufe | ich ________ | ich habe gerufen |
7. Biographie von Franz Schubert
Rekonstruierung der Biographie des Komponisten anhand folgender Satzelemente.
- Bei Wien geboren / 1797 / Vater Lehrer / erste musikalische Ausbildung / erhalten / durch den Vater.
- 11 Jahre alt / Mitglied / Wiener Sängerknaben.
- mit 16 Jahren / Lehrer / arbeiten / 3 Jahre.
- 18 jährig / vertonen / Gedicht von Goethe / Erlkönig.
- Seit 1818 / leben / als freier Künstler / Wien / unter / kultivierte Freunde.
- 1823 / schwere Krankheit / erleiden.
- Versuchen / feste Anstellung / finden / erfolglos.
- Sterben / 1828 / an Thyphus / Wien / in ärmlichen Verhältnissen.
- Bekannt / vor allem / durch seine Lieder (über 600) / Klavierstücke, Kammermusikwerke und Symphonien.